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Eigentlich sollte der erste Teil der Überschrift auf mich und der zweite auf den nachfolgenden Teil dieses Artikels verweisen, aber bei erneutem Nachdenken passen beide auch so recht gut zusammen 😀 .

Gesundheitlich geht´s mir momentan nicht so ganz gut, weswegen es hier momentan ein bißchen stiller ist, aber ich denke, spätestens ab Januar gibt´s wieder ein bißchen mehr zu berichten. Drum an dieser Stelle jetzt noch ein paar Anekdötchen über die Machenschaften des… *macht eine gruselige Stimme* Blockpraktikanten!

Ein Drama in fünf Akten

1. Akt (Exposition)

Dritte Woche seiner Anwesenheit, morgens um halb 9. Die Frühbesprechung ist vorbei und während Wieland unten noch was zu tun hat, tapert Sternenmond hoch auf Station, um sich der vornehmsten Pflicht des PJlers zu widmen… dem Blutabnehmen. Der BP war natürlich nicht in der Frühbesprechung, also argwöhnt (und hofft) man, dass er sich während dessen vielleicht ein wenig auf Station nützlich gemacht hat – aber weit gefehlt.

Sternenmond biegt um die Kurve, da sitzt BP im Arztzimmer… und checkt in Seelenruhe seine Mails.

Sternenmond: „Ähm… wie wär´s denn mal mit Blutabnehmen, wenn du schon nicht zur Frühbesprechung kommst?“

BP: „Ach, ich dachte, ich warte mal auf dich.“

Wozu denn, Himmelherrgott? Du weißt, was du machen musst, du kannst es auch – es wär so lieb, wenn du dich mal ungefragt nützlich machst.

2. und 3. Akt (Epitasis oder Die Entfaltung des Konflikts)

Ein Tag später. BP wird von den Schwestern gebeten einen Zugang zu legen. Er guckt ein bißchen irritiert und fragt dann, ob ich mitgehen könnte. Klar kann ich. Also schnappen wir uns das Tablett und gehen ins Zimmer, wo ein verhältnismäßig junger Patient (sprich: ca. 60 Jahre) mit hübschen, großlumigen Venen auf seine Viggo wartet. Ein perfekter Kandidat für BP und nach dem er nochmal fragend geguckt und Sternenmond ermutigend genickt hat, macht er sich ans Werk. Und guck da – er kann´s doch 🙂 .

Zufrieden wird alles verpflastert und dann gehen wir ins Schwesternzimmer zurück.

Sternenmond (guckt demonstrativ mit einem Augenzwinkern zu den Schwestern): „…und wenn du dich ganz besonders bei den Schwestern einschleimen möchtest, dann hängst du die Infusion, die am Bett hängt, auch an, ja?“

BP (nickt ein bißchen gelangweilt) und legt dann allein noch ein paar weitere Viggos. Offenbar erfolgreich, denn stolz verkündet er es Wieland und mir, als wir vom Mittagessen kommen und er schon auf dem Heimweg ist.

4. Akt (Katastasis)

Am Nachmittag kommt Schwester B. wutschnaubend ins Schwesternzimmer gestürmt.

Schwester B.: „Sag mal, du hast dem Trottel von heute morgen doch erklärt, was er mit den Infusionen machen soll, ja?“

Sternenmond (nickt interessiert)

Schwester B.: „Ich habe gerade in fünf Zimmern die Infusionen angestöpselt, wo er die Zugänge gelegt hat */%&/(&%§*<– Schwester B. tobt in Worten, die hier zugunsten des Jugendschutzes nicht wiedergegeben werden sollen

5. Akt (Katastrophe)

BP (am nächsten Morgen darauf angesprochen mit gelangweilter Miene): „Naja… *überlegt sich schnell eine Begründung*… ich wusste ja nicht, dass die Infusion zu dem Patienten gehört.“

Darum steht ja auch der Name auf der Flasche. Nein, auf der Infusionsflasche natürlich. Was ihr wieder denkt.

Vorhang

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