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Tag 1.

Es lebe das IMPP und seine Vorliebe für die seltenen Erkrankungen. Sollte man nicht annehmen, dass man in einem Staatsexamen die wirklich wichtigen Dinge abfragt, die Dinge, die man als frischgebackener Arzt irgendwann im Laufe seines Studiums mal verinnerlicht haben sollte, damit man sie nicht übersieht und deren Erkennen relevant für den Patienten ist?

Sollte man meinen. Das IMPP sieht das regelmäßig anders.

Es quält uns mit Fällen, die je 15 Fragen beinhalten. Die Themen an Tag 1: Glioblastom!, Dermatomyositis! und Influenza!. Das einzig wirklich vernünftige Thema ist der Ileus.

Versteht mich nicht falsch, sicherlich sind Hirntumoren und die Grippe wichtig (die Dermatomyositis… naja. Reden wir nicht drüber). Aber muss man denn wissen, ob man das Cytostatikum Temozolomid nun intravenös, oral oder intrathekal verabreicht (ganz davon abgesehen, dass ich und so gut wie alle Komilitonen davon noch nie gehört haben)? Oder muss man 3 biochemische Fragen zur Influenza beantworten können, wo es darum geht, wo genau ein Neuraminidasehemmer hemmt und wofür das Hämagglutinin H da ist? Muss ich wissen, dass der spezifischste Marker für die Dermatomyositis die Mi-2-AK sind?

Ich find nicht, aber danach fragt ja niemand.

Laut Medilearn (das ist ein Verein, der die Fragen am Examenstag von irgendwelchen Experten lösen lässt und die bis auf 2 oder 3 Fragen eigentlich auch immer mit dem IMPP übereinstimmen – wobei fraglich ist, bei wem bei den anderen Fragen der Fehler liegt^^) habe ich mit viel Raten und euren gedrückten Daumen dennoch 76% von den 60% gebrauchten. Das lässt hoffen für morgen.

Weiter geht´s.

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