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Weil ja noch Wochenende ist und ich dankenswerter Weise keinen Dienst hatte, an dieser Stelle eins meiner Highlights aus meinem Pädiatrie-Tertial.

Sternenmond kommt mit der Ambulanzschwester gegen 22 Uhr in die Ambulanz. Es warten ein etwa 40-jähriger Papa mit seinem 5 Jahre alten Sohn, der quietschfidel herumläuft und das Spielzeug untersucht.

Sternenmond: „Guten Abend, Herr XYZ. Was führt sie heute Abend hierher?“
Papa (guckt entrüstet): „Mein Sohn ist fiebertös!“

Sternenmond denkt… nicht zur Schwester gucken, nicht zur Schwester gucken… weil loszuprusten vor dem Papa wär weder gut noch besonders höflich.

Sternenmond (mit seit Wochen gut antrainierter Beherrschung): „Ahja. Haben sie denn mal gemessen?“
Papa: „Ja. Er hat 38,5°.“

Sternenmond denkt… okay, immerhin.

Sternenmond: „Wie lange hat er denn schon Fieber?“
Papa (guckt demonstrativ besorgt, damit man das auch mitbekommt): „Schon seit einer halben Stunde!“
Sternenmond (aktiviert die Selbstbeherrschung aufs Neue): „Okay. Haben sie ihm denn schon zuhause etwas gegen das Fieber gegeben?“
Papa (im Brustton der Überzeugung): „Selbstverständlich, immerhin bin ich Rettungssanitäter.“

Sternenmond muss sich beherrschen, um nicht ungläubig zu gucken.

Papa (redet weiter): „Ein Zäpfchen Paracetamol. Aber das hat nicht geholfen.“

Ohne weiteren Kommentar 🙂

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