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Heute, OP 1, komplizierte OP bei einer über 80 jährigen Dame, der der Magen wegen eines Karzinoms entfernt werden sollte. Chef mit Oberärztin, einer Assistenzärztin und einer PJlerin am Tisch.

Die PJlerin: „Wenn sie jetzt jünger wäre, würde man ihr dann auch noch die Milz mit rausnehmen?“
Chef guckt ins OP-Feld: „Nee, das würde man machen, wenn der Tumor an einer anderen Stelle des Magens sitzen würde. Wir lassen sie mal drin.“
PJlerin nickt verständig.
Fünf Minuten später, Chef schneidet mit dem Ultraschallmesser aus Versehen in die Milz, so dass es jetzt mehr als ein bißchen zu viel blutet. Nach 10 Minuten rumfluchen und vergeblicher Blutstillung seitens des Chefs und der Oberärztin: „So, jetzt machen wir die Milz raus.“

So einfach ist Chirurgie :roll:

(Wobei man ihm sicher zu Gute halten muss, wenn die Patienten die nächsten Tage überlebt, wird eine fehlende Milz ganz sicher ihr geringstes Problem sein.)

Edit heute (ca. 3 Monate nach dem Ursprungsbeitrag): Die Patientin ist letzte Woche auf der Inneren verstorben… ganz in Ruhe und ganz friedlich und nicht an ihrer fehlenden Milz 🙂 .

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