Monsterdoc fragte gestern nach dem Inhalt der Kitteltaschen und weil ich solche Aktionen untereinander ganz schön finde, hier also der Standardinhalt meines Ex-PJler-Kitteltäschchens.
- aufgrund der stetig zunehmenden Fülle kein Stethoskop mehr – das passte nicht mehr rein und musste dem zugegebenermaßen ein bißchen angeberisch wirkenden Platz um den Hals weichen
- ein Arzneimittelpocket – absolut unentbehrlich
- Bepanthen-Augen-und-Nasensalbe als geliebten Labelloersatz
- Viggos und passende Stöpsel in jeder beliebigen Standardfarbe (blau, rosa, grün – wir sind ja nicht bei den Anästhesisten^^) – lernt man als PJler schnell, wenn man nicht ständig hin und her rennen will
- unzählige Zettel, meist Bettenplan, alte Briefe, Notizen vom letzten Chefseminar, Dienstpläne fürs Wochenende – beliebig fortführbar
- Buch zum eigene Notizen machen – jetzt ziemlich massakriert, aber immerhin ganz gut gefüllt mit allerlei wichtigem und unwichtigem Zeugs
- meine geliebte Verbandsschere als Abschlussgeschenk der Schwestern aus der Unfallchirurgie
- nen Stauschlauch
- Werbegeschenks-Kugelschreiber (aber nur blau und schwarz, meine ich)
- und natürlich Müll, vornehmlich Schokoriegelpapier, Verpackungsmaterial, Pflasterzeugs und Dinge, die man längst vergessen glaubte
Soweit… ich glaube, es wäre auch noch mehr drin gewesen, wenn mehr reingepasst hätte. Ich weiß schon, warum man sich gegen die neue Firma wehrte, die von nun an die Bereichskleidung lieferte – die neue hatte nur noch eine Tasche anstatt drei…

5 comments
Comments feed for this article
5. November 2009 um 23:35
chefarzt
Stethoskop um den Hals also? Wie in diesen amerikanischen Klinik-Soaps? Na gut, wenn im Kittel kein Platz mehr ist …
6. November 2009 um 12:53
sternenmond
Ja… peinlich, nicht? Andersrum hat das bei uns aus ähnlichen Gründen die Hälfte der Assistenzärzte auch gemacht.
In der Chirurgie allerdings waren meine Taschen deutlich aufgeräumter – denn das Stethoskop habe ich in Ende der 2. Woche in den Spind getan und dann auch nicht mehr vor Tertialsende wieder rausgeholt *lach*.
6. November 2009 um 00:31
Benedicta
Was ich mich schon seit ner Weile frage: sind die Viggos eigentlich irgendwie eingepackt?
(Ich weiß ja, wie ein Tampon aussieht, den man ne Weile in einer Tasche rumgetragen hat – i.d.R. hat sich die Plastikverpackung dann schon selbständig gemacht… und besonders hygienisch ist das dann nicht mehr.)
Übrigens: es gibt auch nen Lippenpflegestift mit dem Wirkstoff von Bepanthen, wurde mir letztens mal in einer Apotheke empfohlen.
6. November 2009 um 12:51
sternenmond
Die sind eingepackt, aber stabiler als ein Tampon
. Vermutlich geht auch die Verpackung dann irgendwann über den Jordan, aber bei mir haben die nie lange genug in der Tasche überlebt, um das zu testen.
7. November 2009 um 04:42
Ulf - Mehr oder minder täglich Privatkram
Beutelschneider….
Der Chefarzt guckt in seine Kitteltaschen. Ich auch: In meiner Brusttasche befinden sich roter und blauer Kugelschreiber (ein Geschenk meiner Station zu meinem Examen 1996), ein Edding, ein……